TSV Bayer Dormagen 1920 e.V.

Erstellt am Sonntag, 17 März 2013

Nach hervorragender erster Viertelstunde verlor der TSV seine Linie - Rheinhausen nimmt Revanche

Nach hervorragender erster Viertelstunde verlor der TSV seine Linie - Rheinhausen nimmt Revanche

Mit der ersten Niederlage seit drei Monaten rechnete nach knapp einer Viertelstunde niemand. Auch Rheinhausens Trainer Jörg Förderer hatte nicht erwartet, dass sein Team doch noch doppelt punkten würde. Denn der TSV Bayer Dormagen führte nach einem furiosen Sturmlauf, an dem sich auch Jarno Pusch (Foto) beteiligte, mit 11:4. Doch über 13 Minuten mussten die 1108 Zuschauer auf den nächsten Treffer der Gastgeber nach dem OSC-Ausgleich warten, als Dennis Marquardt das 12. Tor für den TSV mit dem Pausenpfiff machte. In der spannenden zweiten Hälfte krönte der ehemalige Dormagener Mirko Bernau mit seinem sechsten Tor seine Leistung und ließ den OSC dank des 30:29-Erfolges jubeln.

Alle Warnungen vor dem Gegner schienen aufgrund des Sieben-Tore-Vorsprungs vergessen. Die Wende begann ausgerechnet in Überzahl und mit der Siebenmeterparade von Sebastian Bliß gegen Markus Breuer. Auch die von TSV-Coach Jörg Bohrmann genommene Auszeit nach drei OSC-Treffern in Folge änderte nichts am Spielverlauf. Die Einschläge erfolgten weitere vier Mal im Dormagener Tor – während die Gastgeber sich Fehler um Fehler leisteten und Bliß zumeist vor leichte Aufgaben stellten.  Mirko Szymanowicz sorgte per Strafwurf in der letzten Minute der ersten Halbzeit für den ersten Ausgleich, ehe Dennis Marquardt mit dem Pausenpfiff die ungewöhnliche Torflaute seines Teams beendete.

Einen neuen Schub löste die Halbzeitführung allerdings nicht aus. Mehrfach wechselte der Vorsprung, bis Rheinhausen aus dem 17:18 das 21:18 (40.-44. Minute) machte. Es dauerte bis zur 59. Minute, als Marquardt und Simon Ernst mit einem Doppelschlag zum 29:29 ausglichen. Eine Punkteteilung verhinderte aber „Senior“ Mirko Bernau mit dem etwas glücklichen Siegtor 22 Sekunden vor dem Ende. Dormagens letzter Angriff endete mit einer unlösbaren Aufgabe für Moritz Preuss beim direkten Freiwurf gegen die OSC-Mauer. „Ich hatte nicht damit gerechnet, dass wir nach dem 4:11 so zurückkommen“, konnte Jörg Förderer seine Freude über die gelungene Revanche für die 19:33-Heimpleite gegen Dormagen nicht verbergen. „Rheinhausen war abgeklärter und hat verdient gewonnen“, gratulierte Jörg Bohrmann, der nur mit dem ersten Viertel der Partie („wir haben unglaublich stark angefangen“) und mit der kämpferischen Einstellung nach dem Drei-Tore-Rückstand zufrieden war. Nach acht Siegen in Folge kann der Trainer dieser Niederlage auch etwas Positives abgewinnen: „Das war eine wichtige Erfahrung für unser junges Team, das nach der klaren Führung plötzlich einen komplizierten Handball spielte.“

Das nächste Meisterschaftsspiel ist wieder ein Heimspiel: Am 6. April erwartet der TSV die TSG A-H Bielefeld im Sportcenter. Zuvor am Osterwochenende 30./31. März kämpft die Mannschaft in Leichlingen beim Final Four um den Pokal des Handballkreises Köln/Rheinberg.

TSV Bayer Dormagen – OSC Rheinhausen 29:30 (12:11)
Dormagen: Mainka, Formella (38.-50.); S. Ernst (8/1), Damm (1), Genz (1), Plaz (4), Linnemannstöns, Pusch (3), Breuer (4/3), Rudloff, Preuss (1), Doetsch (1), Kübler (2), Marquardt (4).
Rheinhausen: Reckzeh, Bliß (15.-52.); Kress (4), Artmann (3), Opper, Flemmig (3), Liekenbrock, Roscheck (2), Bernau (6), Wernicke (5), Janus (2), Szymanowicz (5/2).
Schiedsrichter: Böllhoff/Lückert.
Zuschauer: 1108.
Zeitstrafen: 4:4 Minuten.
Siebenmeter: 6/4:2/2 (Reckzeh und Bliß halten gegen Breuer).
Spielfilm: 6:1 (8.), 6:3, 9:3 (14.), 11:4 (17.), 11:11 (30.), 12:11 – 13:14 (34.), 18:17 (40.), 18:21 (44.), 21:24 (48.), 25:26 (53.), 27:29 (57.), 29:29 (59.), 29:30.
Foto: Heinz Zaunbrecher

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Autor: Detlev Zenk

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