Moral-Triumph am Höhenberg: Dormagener U14-3 erkämpft sich den Respekt der Liga

Die Vorzeichen für die Gastgeber hätten kaum schlechter stehen können. Nach der herben 2:23-Niederlage im Hinspiel war die psychologische Hürde ohnehin hoch. Dass am Spieltag zudem acht Stammspieler passen mussten, verschärfte die Situation drastisch. Die Notlösung zwischen den Pfosten: Ein Ersatztorwart ohne jegliche Spielpraxis, der sich mutig in den Dienst der Mannschaft stellte.

 

Zusätzlich trat der Gegner aus Kaarst nicht nur mit dem älteren Jahrgang (U15) an, sondern hatte den Kader mit mindestens fünf Spielern aus der Sonderliga verstärkt. Für viele Beobachter am Spielfeldrand war die Frage vor Anpfiff nicht, ob der TSV verliert, sondern nur, wie hoch.

 

Zentimeterkampf und Löwenherz

 

Doch die U14-3, heute tatkräftig unterstützt durch die Leihspieler Vlad, Natu und Paul aus der U14-2, dachte gar nicht an eine Kapitulation. Vom Anpfiff weg entwickelte sich eine Partie, in der die Dormagener um jeden Grashalm kämpften. Das klare Ziel, die „Zweistelligkeit“ des Hinspiels zu verhindern, schweißte die Truppe zusammen.

 

Obwohl Kaarst physisch und spielerisch dominierte, blitzte die Qualität des TSV immer wieder auf. Besonders die zwei erzielten Tore sorgten für Begeisterung auf den Rängen – und für spürbare Verärgerung auf der gegnerischen Trainerbank, die mit Gegenwehr in dieser Form sichtlich nicht gerechnet hatte.

 

Ein Trainerduo voller Stolz

 

Trotz der deutlichen Niederlage war die Stimmung nach dem Abpfiff beim Dormagener Anhang hervorragend. Das Trainerduo Stephan und Björn zeigte sich nach der Partie zutiefst beeindruckt und mächtig stolz auf seine Schützlinge. „Die Jungs haben alles versucht, was in ihrer Macht steht, und sind füreinander eingestanden“, so der Tenor am Spielfeldrand. Für die beiden Coaches war es ein Moment, in dem die Entwicklung der Mannschaft über dem nackten Ergebnis stand.

 

Ungewöhnliches Lob von der Gegenseite

 

Das eigentlich Bemerkenswerte geschah jedoch nach dem Abpfiff. Es ist im Jugendfußball eine Seltenheit, dass ein Sieger den Verlierer nach einer Neun-Tore-Packung derart mit Komplimenten überschüttet. Sowohl das Kaarster Trainerteam als auch der Schiedsrichter zeigten sich tief beeindruckt von der „immensen Entwicklung“, die die Mannschaft in nur sechs Monaten vollzogen hat.

 

Sogar die Eltern der Gastmannschaft schlossen sich den Lobeshymnen an und feierten die Dormagener Jungs für ihren unbändigen Willen und die Tatsache, dass sie sich trotz der körperlichen Unterlegenheit niemals aufgaben.

 

Fazit: Ein Sieg der Moral

 

Auch wenn die drei Punkte nach Kaarst wanderten, war dieser Samstagnachmittag ein Meilenstein für die U14-3. Das Team hat bewiesen, dass es unter Druck nicht mehr zerbricht, sondern zusammenrückt. Mit diesem „Löwenherz“ im Rücken und einem Trainergespann, das voll hinter seinen Spielern steht, dürfte die Mannschaft in der Rückrunde noch für einige positive Überraschungen sorgen.

 

Dormagen hat heute zwar ein Spiel verloren, aber enorm viel Respekt und Selbstvertrauen gewonnen.

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