Wiesel hätten den Punkt verdient gehabt

Mitunter ging es hart zur Sache, wie auch Andre Meuser hier spürt, Foto: Hagen
Mitunter ging es hart zur Sache, wie auch Andre Meuser hier spürt, Foto: Hagen

Wie schon in Hüttenberg am Samstag erzielte der TSV Bayer Dormagen auch in Hagen 29 Tore. Doch am Mittwochabend sollte es nicht zum Punkt reichen, denn die Eintracht traf wie schon im Hinspiel 30 Mal. Das tut natürlich weh, die Enttäuschung war dem gesamten TSV-Team anzumerken. Schließlich war in beiden Auswärtsspielen mehr drin gewesen. Der erneute Absprung vom Abstiegsplatz gelang somit nicht. Die Wiesel bleiben in der 2. Handball-Bundesliga auf Tabellenrang 18, haben aber in den ausstehenden fünf Spielen weiterhin Chancen, die für den Klassenerhalt ausreichenden Punkte zu holen. Weiter geht es bereits an diesem Samstag, 14. Mai, ab 19.30 Uhr im TSV Bayer Sportcenter gegen den HC Empor Rostock. Tickets gibt es im Online-Shop.

Es ging nicht gut los für die Gäste im Nachholspiel des 26. Spieltages: Hagen führte in der 6. Minute mit 5:2, konnte dann aber den Vorsprung nicht ausbauen. Im Gegenteil: Der TSV kam vorne immer besser ins Spiel und erzielte bis zur Pause 17 Treffer - so viele wie noch nie zuvor in der laufenden Saison. „Mit dem Angriff war ich deshalb auch in der ersten Hälfte zufrieden“, lobte TSV-Trainer Peer Pütz die Leistung der Offensive. Die Note für die Abwehr fiel aber deutlich negativer aus: „Das war nicht gut genug gegen einen allerdings auch starken Hagener Angriff.“

Dass die Gastgeber vor 562 Zuschauern nach dem Seitenwechsel sogar mit bis zu vier Toren in Führung gehen konnten, lag auch an Schlussmann Tobias Mahncke. Der 37-jährige Routinier erhielt für einige herausragenden Paraden Szenenapplaus. Weil sich aber auch die TSV-Defensive besser in Szene setzen konnte und die Abstimmung mit Martin Juzbasic ordentlicher funktionierte, kam der TSV wieder näher und glich in der 53. Minute nach drei Toren in Folge zum 27:27 aus: Erst traf Aron Seesing - der bei der gleichzeitig in Dormagen laufenden Sportlerehrung zum Sportler des Jahres 2021 gekürt wurde - dann legten Jan Reimer und Andre Meuser nach.

Kurz drauf Licht und Schatten bei Juzbasic: Erst zeigte der 34-Jährige eine Top-Parade gegen die nun mit dem siebten Feldspieler agierenden Gastgeber, dann wollte er sich in die Torschützenliste eintragen: Der Ball verfehlte aber das leere Eintracht-Tor haarscharf. Statt 27:28 hieß es in der nächsten Minute 28:27 nach dem Treffer von Linksaußen Theo Bürgin. Die Regie des Krimis verlangte eine weitere Steigerung der Spannung: Sören Steinhaus und Andre Meuser glichen zweimal zum 28:28 und 29:29 aus. Als Rechtsaußen Julian Athanassoglou zum 30:29 traf, blieben dem TSV noch rund 50 Sekunden zur möglichen Punkteteilung. Sören Steinhaus nahm schließlich kurz vor Schluss Maß - und fand seinen Meister in Tobias Mahncke. So konnte sich nur eine Mannschaft freuen. „Leider hatten wir zu viele Fehler im Tempospiel“, stellte Peer Pütz enttäuscht fest.

VfL Eintracht Hagen - TSV Bayer Dormagen 30:29 (19:17)
Hagen:
Mahncke (11 Paraden), Grzesinski (1 P.); Bürgin (2), Bednar, Norouzi (2), Queckenstedt, Pröhl (3), Bratzke (2), Schmidt (5/3), Vorlicek (2), Athanassoglou (2), Kister, Mestrum (5), Stefan (3), Toromanovic (1), Andrejew (3).
Dormagen: Juzbasic (9 P.), Simonsen (3 P.); Meuser (5), Leitz, Senden (4), I. Hüter (6), Reimer (5), Grgic (2), Zurga, P. Hüter (2), Johannmeyer, Grbavac, Seesing (1), Steinhaus (1), Mast (3).
Schiedsrichter: Dinges/Schmack.
Zuschauer: 562.
Zeitstrafen: 10:4 Minuten.
Siebenmeter: 3/3:0:1 (Reimer verfehlt das Tor).
Spielfilm: 0:1, 3:1, 5:2 (6.), 7:6 (11.), 11:9 (17.), 11:12 (19.), 16:16, 19:16, 19:17 - 24:20 (37.), 26:22 (45.), 26:24, 27:27 (53.), 29:28 (56.), 29:29 (59.), 30:29.

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