Nachruf Paul Wischeidt

 

Mit großer Trauer nehmen wir Abschied von Paul Wischeidt, der am 13. Mai 2026 verstarb (*7. Februar 1944) und dessen Leben über Jahrzehnte hinweg untrennbar mit dem Fechtsport, dem TSV Bayer Dormagen und dem Breitensport in unserer Stadt verbunden war.

Erst im vergangenen Jahr wurde er für seine außergewöhnliche 75-jährige Vereinsmitgliedschaft geehrt. Bereits 1954 trat er in den damaligen TuS Bayer Dormagen ein und gehörte zu den ersten Mitgliedern der neu gegründeten Fechtabteilung, deren Entwicklung er entscheidend mitprägte.

Unter Fechtmeister Friedrich Eggert entwickelte sich Paul Wischeidt zu einem der erfolgreichsten deutschen Säbelfechter seiner Zeit. Er gewann mehrere Deutsche Meistertitel und vertrat Deutschland bei zahlreichen internationalen Wettkämpfen. Als erster Dormagener Sportler des Vereins nahm er 1968 an den Olympischen Spielen in Mexiko teil und erreichte dort den 9. Platz im Einzel. Bei den Olympischen Spielen 1972 in München belegte er den 8. Platz.

1968 war auch privat ein besonderes Jahr: Er heiratete seine Frau Heidi, selbst aktive Fechterin, und wurde Vater der Zwillinge Bodo und Klaus. Sein Sohn Klaus trat später erfolgreich in die sportlichen Fußstapfen seines Vaters.

Nach seiner aktiven Laufbahn engagierte sich Paul Wischeidt als Sportlehrer im Azubisport bei der Bayer AG, als Fechttrainer und später im Breitensport. Mit großem Einsatz förderte er Generationen von Sportlerinnen und Sportlern und setzte sich insbesondere für Angebote im Senioren- und Freizeitsport ein.

Mit Paul Wischeidt verliert der TSV Bayer Dormagen einen herausragenden Sportler, engagierten Trainer und geschätzten Wegbegleiter. Sein Wirken und seine Verdienste um den Verein werden unvergessen bleiben.

Bild: privat/ TSV Bayer Dormagen

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